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#TAG10 – Mandel-OP Update

“Ach eine Mandel-Op, das ist doch nichts wildes…“

300519 – 10 Tage nach meiner Operation.
Wie viele Leute mir gesagt haben, ach so eine Operation ist doch Routine… das ist schnell erledigt und eine kleine Geschichte! Nix da.  Die Ärztin in der HNO – Klinik war glaube ich die einzige die super ehrlich zu mir war und direkt bei der Voruntersuchung schon gesagt hat: “Herr Gärtling, es wird scheiße weh tun!“

Danach habe ich ernsthaft überlegt, ob ich das Ganze überhaupt noch machen will. Ich musste! Weil meine Mandeln, ja wie gesagt chronisch entzündet waren und sich in meinem Hals Bereich schon “geküsst“ haben. Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie sich das angefühlt hat mit einem ständigen Kloß in meinem Hals durch die Welt zu laufen… schlimm!

Tag der Operation: 7.15 Uhr musste ich in der Klinik erscheinen und es ging auch ohne viel Wartezeit direkt los… umgezogen, Beruhigungstabletten geschluckt, zack in den OP.
10.15 Uhr Lag ich schon hellwach und topfit in meinem Zimmer. Verrückt! 😀
Der erste Tag lief relativ entspannt, kaum schmerzen, viel Kühlung & Wassereis und geschlafen habe ich auch sehr gut sogar.

Tag 2: Ohja.. aua. Morgens aufgewacht merkte ich wie heftig mein Hals schmerzte. Die ersten Trinkversuche waren der pure Horror. Schmerzmittel & Kortison sollten helfen das Ganze etwas zu entspannen. Schmerzlevel heute auf einer Skala von 1-10 – eine 4

Tag 3: Die Nacht war unruhig, schmerzen ohne Ende gehabt & trinken ging fast gar nicht. Das Wasser kam mir zu Nase wieder raus. Da half nur Wassereis und eine Eismanschette um den Hals. Erneut Kortison & Schmerzmittel bekommen, sodass es zum Abend hin entspannter Wurde. Essen war heute übrigens absolut nicht drin! Schmerzlevel heute 6 – aua!

Tag 4: Endlich mal wieder ruhiger geschlafen, die Schwellungen im Hals gingen mühsam zurück und essen konnte ich tatsächlich heute auch wieder! Ja Leute ihr lest richtig, ihr müsst nach der Mandel-Operation essen, um Nachblutungen zu vermeiden – Durch die Reibung werden Wundbelege gelöst und werden sanft abgetragen. Sonst drohen großflächige Ablösungen und zack kann es zu Nachblutungen kommen, die super gefährlich sein können. Schmerzlevel heute 3 – auszuhalten!

Tag 5: Die Nacht war entspannt, kaum schmerzen Frühstücken ging ohne Probleme. Werde ich heute wohl entlassen? Laut meiner Akte stehen 5 Tage Aufenthalt in der Regel auf dem Plan. Gegen 8 Uhr Morgens ging es für zur Kontrolle… Ich war schon total nervös und wollte einfach nur die Zusage für die Entlassung haben. Es sah gut aus, ich durfte gehen. Ich packte ganz entspannt meine Sachen und war total glücklich gehen zu können. Gegen 12.30 Uhr wurde ich abgeholt und der erste Weg ging in die Apotheke, um die nötigen Medikamente zu besorgen.
Kaum Zuhause angekommen fiel ich direkt ins Koma und hab erstmal richtig krass geschlafen.
Zum Abend hin merkte ich, das meine Ohren extrem anfangen wehzutun. Super unangenehm!!
Da half nur Zähne zusammenbeißen und durchhalten. Schmerzlevel heute 7! – AUA!

Tag 6: ICH HALTE DAS NICHT MEHR AUS!
So ungefähr sah meine Nacht und mein Tag aus. Schmerzspitze definitiv erreicht! Der schlimmste Tag von allen… Keine Schmerzmittel, Kühlung oder Eis brachten etwas. Ich lag im Bett und habe vor Schmerzen geweint, weil es einfach so unfassbar unerträglich war. Das wünsche ich keinem! Ich hatte das Gefühl mir reißt einer den Kopf ab… Ich konnte nicht mehr.
An Essen war heute nicht zu denken & trinken war die größte Strafe – Schmerzlevel heute 10! HORROR!

Tag 7: Geschlafen würde ich es nicht betiteln, sagen wir ich habe die Nacht geschlummert. Es war wirklich schlimm. Morgens völlig zerrupft aufgewacht und froh das der Tag vorbei war. Der Sonntag sah schon besser aus. Die Ohrenschmerzen traten nur noch Phasenweise auf und ich konnte die sogar zeitlich abschätzen, das waren immer so Schmerzschübe. Dank der Schmerzmittel konnte ich auch wieder essen und entspannter trinken und lag den ganzen Tag wirklich nur im Bett und hab versucht mich so wenig wie möglich zu bewegen. Schmerzlevel heute 6! – aua.

Tag 8: Montag, Tag meiner 1. Kontrolle bei meiner HNO Ärztin. Dadurch das man seinen Rachenraum nicht richtig “Pflegen“ kann waren die Wunden Bakteriell entzündet und ich bekam ein Antibiotikum, um diese zu zerstören. Essen ging heute tatsächlich sehr gut und ich freute mich sogar drauf! haha 😀 Ich fühlte mich auch gar nicht mehr so schlapp und genoss auch den Spaziergang an der frischen Luft 🙂 Schmerzlevel heute 4 – entspannt!

Tag 9: Die Nacht komplett durchgeschlafen, keine Schmerzen. Ich dachte mir nur: WOW! Ich glaube das schlimmste ist jetzt wirklich vorbei. Und das war auch so, die Schmerzspitze war an Tag 5 & 6 erreicht und ich mag gar nicht zurück denken – Horror! Ich konnte heute ganz normal essen und kochte mir schön Pasta und war einfach nur super glücklich, fühlte mich total gut.
Schmerzlevel heute 1 – so gut wie nichts! Man muss natürlich darauf achten was man isst, bei säuerlichen Sachen oder sehr stark gewürzten Dingen zieht das schmerzhaft im Halsbereich, da die Wunden ja noch nicht 100% abgeheilt sind.

Tag 10: Das erste mal wieder richtig Frühstücken gewesen mit Freunden. Das Antibiotikum war meine absolute Rettung! Danach ging es für mich erneut zur Kontrolle & dort bekam ich die erfreuliche Nachricht, das die Fäden der Nähte sogar schon zu 90% schon weg waren und die offenen Wunden auch soweit sehr gut verheilen. Ich war einfach nur über glücklich und freute mich auf den sonnigen Tag und genoss diesen auch draußen. Ich hatte keine Lust wieder den ganzen Tag in der Bude zu sitzen! Und nächste Woche Freitag den 07.06.19. habe ich sogar schon meine Abschluss-Kontrolle und es ist dann vorbei! 🙂

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was für eine absolute krasse Achterbahnfahrt das Ganze war!
Jetzt, nachdem der Schmerz vorbei ist, bereue ich gar nichts… aber zu dem Zeitpunkt war ich wirklich körperlich am Ende!!

Ich werde euch noch einmal ein Update liefern, wie es mehrere Wochen danach aussieht & mein Körper bzw. mein Immunsystem sich dadurch verändert hat. Bis dahin erstmal #hugs

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